Die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH

Die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) wurde am 1. Oktober 1994 gegründet und ist die Regieorganisation des Main-Kinzig-Kreises im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Als hundertprozentige Tochtergesellschaft des Kreises nimmt sie dessen  Interessen im Rhein-Main-Verkehrsverbund war und ist zuständig für die Planung, Finanzierung und Organisation des öffentlichen Nahverkehrs im Main-Kinzig-Kreis.

Bei der Konzeption der Linien findet der Nahverkehrsplan des Main-Kinzig-Kreises Berücksichtigung.

 



Unsere Aufgaben:

Erstellung des Nahverkehrsplans im Auftrag des Kreistages des Main-Kinzig-Kreises
Beplanung der Linienbündel zusammen mit den Kommunen
Europaweite Ausschreibung der Linienbündel
Kontrolle der Busverkehre
Busschulungen
Verkauf von Jahreskarten
Erstellung und Verkauf des Fahrplanbuchs für den Main-Kinzig-Kreis
Mobilitätsberatungen
Schülerbeförderung
Übernahme der Schülerbeförderungskosten gemäß § 161 HSchG
Planung, Organisation und Vergabe von Verkehrsleistungen im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung und der nicht integrationsfähigen, freigestellten Schülerverkehre

Wichtig!! Wir haben selbst keine eigenen Busse oder betreiben eigene Buslinien!


Nahverkehrsplan

2008 – 2013 der dritte Nahverkehrsplan des Main-Kinzig-Kreises

Der dritte Nahverkehrsplan (NVP) des Main-Kinzig-Kreises umfasst den Planungszeitraum 2008 – 2013 und orientiert sich in seinen Grundaussagen am demografischen Wandel. Dieser ist gekennzeichnet von einer allmählichen Überalterung der Gesellschaft und sinkenden Geburtenraten, was für die ländlich strukturierten Gebiete unseres Kreises sinkende Schülerzahlen bedeutet.

Die demografische Entwicklung stellt eine große Herausforderung für die Planung der Busnetze in der Zukunft dar. Während der Hauptverkehrszeiten (HVZ) müssen weiterhin große Fahrgastmengen befördert werden. Gleichzeitig wächst der Bedarf an kleineren, flexibel einsetzbaren Fahrzeugen, die tiefer in die Wohngebiete der Kommunen hineinfahren können, um ältere Menschen mit Mobilitätsleistungen zu versorgen.

Die Aufteilung er Buslinien des Kreises in zehn Linienbündel, wie im zweiten NVP vorgenommen, hat sich bewährt und soll fortgeführt werden. Aufgrund der Vorteile der logistischen Bündelung haben mehrere Busunternehmen inzwischen wieder die eigenwirtschaftliche Betreibung bestimmter Verkehre beantragt, was den Kreis finanziell deutlich entlastet. (Ist das noch aktuell bzw. sollte man das noch hervorheben?)

Im dritten NVP wurden erstmals klare Standards für Busse vorgeschrieben. Außerdem enthält der Plan Aussagen zum beabsichtigten Fahrzeugeinsatz im Bereich dieser Bündelung. Der Buszug als Fahrzeugtyp wird besonders dort verlangt, wo in den Hauptverkehrszeiten viele Fahrgäste zu befördern sind und die Verkehrsunternehmen Verstärker- und Gelenkbusse einsetzen müssen.

Die im zweiten NVP dokumentierten Aussagen und Ziele zur Verknüpfung von Bus- und Bahnlinien behalten Gültigkeit. Bereits dort wird auf eine mittel- und langfristige Senkung der Schülerzahlen und den damit verbundenen Einnahmerückgang aus der Schülerbeförderung hingewiesen. Das führt zu einer wachsenden Differenz zwischen den Betriebskosten der Busnetze und den Fahrgeldeinnahmen. Um die Reduzierung des ÖPNV-Leistungsangebots zu verhindern, wird deshalb im Kreis eine stärkere Verknüpfung von ÖPNV-Linien (Bus- und Schiene) und der Abbau teurer Parallelverkehre (Bus oder Schiene) angestrebt. Dies ist jedoch mit Umsteigevorgängen für die Fahrgäste verbunden. Durch die Einführung dynamischer Fahrgastanzeigen an wichtigen Umstiegshaltestellen im Main-Kinzig-Kreis soll der Umsteigevorgang für die Fahrgäste erleichtert werden. Bequem begehbare Niederflurfahrzeuge werden zunehmend Standard auf den Linien.

Eine konsequente Ausrichtung der Buslinien an den wichtigen Bahnlinien des Main-Kinzig-Kreises ist von großer Bedeutung. Anschlüsse des Hanauer Umlands an den Hauptbahnhof Hanau und die damit verbundene Stärkung des ICE-Knotens Hanau genießen deshalb weiterhin hohe Priorität.

Im Plan wird auch zur Entwicklung des Schienenverkehrs Stellung genommen. Bedingt durch die Diskussionen um die Klimaerwärmung sowie die zunehmende Verknappung fossiler Rohstoffe werden dem gezielten Ausbau der Schienenstrecken in der Region Prioritäten eingeräumt. Dabei wird geprüft, wie die einzelnen Schienenstrecken durch den Bau zusätzlicher Haltepunkte vermehrt Attraktivität gewinnen können. Dem Schienenknoten Hanau gilt hier besondere Aufmerksamkeit.

Durch die Umstrukturierung des gesamten ÖPNV-Angebotes rund um Hanau soll die Stadt und die engere Region Frankfurt/RheinMain noch besser angebunden werden, um potentiellen Fahrgästen die Entscheidung zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel leicht zu machen.

Die Beschlussfassung des vierten Nahverkehrsplans wird voraussichtich im ersten Quartal 2013 erfolgen.

Erläuterung:
Das Hessische Lahndesnahverkehrsgesetz legt die grundsätzlichen Inhalte des Nahverkehrsplans fest. Er soll die öffentlichen Verkehrsinteressen und Verkehrsbedürfnisse für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich darstellen und ist in die kommunale Gesamtplanung einzubinden. Der NVP hat zentrale Bedeutung für

-  eine ausreichende Verkehrsbedienung
-  die wirtschaftliche Verkehrsgestaltung
-  die integrierte Nahverkehrsbedienung und
-  abgestimmte Tarife und Fahrpläne

bei der Ausgestaltung des ÖPNV durch die Aufgabenträger, die Genehmigungsbehörden und Verkehrsunternehmen.


Hotline
KVG Main-Kinzig mbH

06181-9192-0*

*Festnetzpreis 3,9ct/min, Mobilfunkpreis max. 42 ct/min.


Buszug

Ab dem Monat Dezember 2007 werden im Main-Kinzig-Kreis nach vielen Jahrzehnten wieder Anhängerbusse im Liniendienst eingesetzt...

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Linienbündel

Maintal Stadt, Nidderau Stadt, Bruchköbel/Schöneck, Hanau Umland, Vorspessart, Langenselbold/Gelnhausen, Stadtbus Gelnhausen, Südvogelsberg, Nordspessart/Bad Orb & Schlüchtern/Bergwinkel.

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